Das "Stader Tageblatt" berichtet
über das Antragsverfahren

Sabine Lohmann, Redakteurin beim Stader Tageblatt, berichtet am 05.07.2017 auf der Internet-Plattform www.tageblatt.de über das Antragsverfahren der Gemeinden Bliedersdorf und Nottensdorf sowie die Arbeit der Redaktionsgruppe. Der Artikel erschien zusätzlich auch am 06.07.2017 in der Print-Ausgabe vom Stader Tageblatt. Hier können Interessierte den Artikel auch beim Tageblatt online aufrufen.

 

Redaktionsgruppe kommt in zwei Treffen gut voran
- Bliedersdorf und Nottensdorf kooperieren - Antragstellung zur Aufnahme ins Dorfentwicklungsprogramm liegt im Zeitplan -

 


Im Museumsdorf Bliedersdorf kam das Redaktionsteam bei seinem zweiten Treffen zusammen.
Für ein Gruppenfoto stellten sich die Mitglieder vor dem Hallenhaus auf. (Foto Kleine-Limberg)

Von Sabine Lohmann

BLIEDERSDORF/NOTTENSDORF. Der Antrag zur Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen kommt gut voran: Zweimal hat sich die Redaktionsgruppe für jeweils drei Stunden getroffen, um den Antrag auf Fördermittel zu erarbeiten. Der Zeitplan wird eingehalten.

Wie berichtet, hatten sich Bliedersdorfer und Nottensdorfer Bürger Anfang Mai zu einer gemeinsamen Dorfwerkstatt getroffen, um einen Tag lang über die Stärken und Schwächen ihrer Gemeinden sowie ihre Zukunftsvision für die beiden Gemeinden zu beraten. Seither ist hinter den Kulissen intensiv gearbeitet worden. Das von den beiden Gemeinden beauftragte Planungsbüro „Mensch und Region“ aus Hannover hat sich bereits zweimal mit der Redaktionsgruppe getroffen – einmal im Dorfgemeinschaftshaus in Nottensdorf und einmal im Hallenhaus des Museumsdorfes Bliedersdorf. Zu einer dritten und letzten Sitzung kommt die Gruppe am Dienstag, 25. Juli, um 18 Uhr zusammen. Das Redaktionsteam besteht aus 21 Mitgliedern, darunter die 19 Bürger, die sich beim Workshop in eine entsprechende Liste eingetragen hatten, sowie Ratsmitglieder aus beiden Gemeinden, den Planern Wolfgang Kleine-Limberg und Katja Hundertmark von „Mensch und Region“ und Gunda Kiefaber vom Horneburger Bauamt.

Zusammenwachsen beider Gemeinden im Antrag skizziert

Wie Landschaftsarchitektin Hundertmark mitteilte, enthält der Antrag eine Erläuterung der aktuellen Situation der Gemeinden. Stärken werden aufgelistet, wie die aktive und zukunftsfähige Landwirtschaft, die Existenz kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe und die Vielzahl an Vereinen und Gruppen; aber auch Schwächen werden genannt, wie das lückenhafte und unsichere Radwegenetz, die noch zu verbessernde Nahversorgungssituation und ein bisher gering ausgeprägter und ausbaufähiger Tourismus.

In dem Antrag werden zudem die ersten Überlegungen für eine Strategie zur zukünftigen Entwicklung skizziert. Diese sieht ein Zusammenwachsen der beiden Gemeinden auf räumlicher und gemeinschaftlicher Ebene vor und soll zur Stärkung der Gemeinden führen.

90 Prozent der Themen aus der Dorfwerkstatt seien in den Antrag aufgenommen worden, erklärte Gunda Kiefaber. Nur unrealistische Anregungen – wie der Wunsch nach einer Zweigstelle des Mehrgenerationenhauses – wurden weggelassen. Einen Dorfverein könnte es dagegen geben, so Kiefaber.

Ende Juli muss der Antrag fertig sein

In der letzten Juli-Woche soll der Antrag fertiggestellt werden, denn zum 1. August muss er im zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung vorliegen. Nach Antragsabgabe wird es vermutlich ein halbes Jahr dauern, bis das Amt den Bescheid über die Aufnahme verkündet.

Anschließend werden die Gemeinden ein betreuendes Planungsbüro beauftragen, das zunächst in Zusammenarbeit mit Bürgern vor Ort einen Dorfentwicklungsplan erstellt. Nach Aufnahme würde es ab 2019 möglich sein, Förderanträge für öffentliche Projekte und private Maßnahmen an Wohngebäuden und Gärten zu stellen.

Für das Dorfentwicklungsprogramm sind im Horneburger Rathaus die Fachbereichsleiter Knut Willenbockel und Alexander Götz zuständig. Weitere Informationen gibt es im Bauamt bei Gunda Kiefaber unter 0 41 63/ 80 79 48.

 


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